Viele Häuser werden luxussaniert. Betroffene zucken oft mit den Achseln und ziehen aus ihren Wohnungen aus – dabei kann man sich durchaus erfolgreich gegen explodierende Mieten wehren

Andrea von Grolman kämpfte lieber, statt ihre schöne Wohnung aufzugeben | Foto: Sascha Kletzsch
20 Prozent mehr Miete fanden Andrea von Grolman und ihr Mann gar nicht so verwunderlich, als ihnen der Eigentümer die Erhöhung mitteilte. Schließlich war die Fassade ihres Hauses erneuert worden und die letzte Mieterhöhung lag eine Weile zurück. Stutzig wurden die beiden, als sie über einen Satz im Begleitschreiben stolperten: “Die Mieten werden sukzessive dem Mietspiegel angepasst.” Die Familie erkundigte sich bei der Hausverwaltung und erfuhr, dass alles, was gesetzlich möglich ist, ausgeschöpft werden sollte. Was bedeutet: Alle drei Jahre darf die Miete um 20 Prozent erhöht werden. Lesen Sie weiter bei »Mieter, vereinigt euch!«…
Das Geschäft im Einzelhandel läuft nicht schlecht, aber was verdienen eigentlich die Verkäuferinnen? Und unter welchen Bedingungen arbeiten sie? Ein Stadtbummel mit einem Gewerkschafter

Die letzten Tage im Job: Im März wird Jiani Schneider ihre Arbeit wohl verlieren. Ihr Laden muss schliessen, das Haus wird saniert
Foto: Mario Helkert
14130. So viele Menschen laufen in München durch eine einzige Straße, die Kaufingerstraße. Pro Stunde. Unter ihnen zwängt sich auch Georg Wäsler durch das Gedränge zwischen Stachus und Marienplatz. Im Gegensatz zu den anderen Menschen ist er nicht auf der Suche nach einer neuen Hose oder ein paar warmen Socken. Der 56-Jährige zeigt von Geschäft zu Geschäft und sagt: “Pimkie: kein Betriebsrat. Mango: keine Bezahlung nach Tarif. H&M: überwiegend Stundenlöhner.” Dann winkt er Richtung Stachus. “Und dort: Karstadt! Die Beschäftigten haben 50 Millionen Euro pro Jahr in den Sanierungsprozess eingespeist. Weil das Urlaubsgeld eingespart wird und sie nur 25 Prozent vom Weihnachtsgeld bekommen.” Das bedeutet: 2300 Euro weniger Gehalt für eine Vollzeitkraft im Jahr. Lesen Sie weiter bei »Kassensturz«…