Fasst euch ein Herz

Warum es eine Schande ist, dass die Stiftung BISS im ehemaligen
Frauengefängnis nicht zum Zuge kommt – ein Aufruf.

Von Heribert Prantl • Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 26. Mai 2011

München hat eine Stiftung, die BISS heißt; sie kümmert sich engagiert um Obdachlose. Diese Stiftung BISS hat eine Vorsitzende, die man früher, in den Zeiten, als Wünschen noch geholfen hat, einen Engel genannt hätte; sie heißt Hildegard Denninger. Sie wirbt seit Jahren mit missionarischem Eifer und mit mütterlicher Verve dafür, aus dem ehemaligen Frauengefängnis Am Neudeck ein Hotel zu machen. Es soll freilich nicht ein Hotel werden, wie es schon Tausende gibt, sondern ein ganz besonderes, ja ein einmaliges Hotel: Es soll nicht nur ein erstklassiges Haus sein, sondern auch ein erstklassiges soziales Projekt. In diesem Hotel sollen nämlich viele benachteiligte junge Menschen eine vorzügliche Ausbildung erhalten. Für diese Idee wirbt Hildegard Denninger in der Obdachlosenzeitung BISS, was ausgeschrieben “Bürger in sozialen Schwierigkeiten” heißt, für diese Idee hat sie Tausende Spender gewonnen – aber leider nicht die Mehrheitsfraktion im bayerischen Landtag, nicht den Haushaltsausschuss. Lesen Sie weiter bei »Fasst euch ein Herz«…

Bissig

Hildegard Denninger, Geschäftsführerin der Münchner Obdachlosenzeitschrift, hat zehn Jahre lang für ihr Projekt eines Hotels im Frauengefängnis gekämpft – vergebens

Von Bernd Kastner • Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 28./29. Mai 2011

Diese Energie. Diese Ideen. Dieses Mundwerk. Und jetzt? Jetzt ist Hildegard Denninger am Boden, kämpft mit den Tränen, und vielleicht würde sie gerne jemandem an die Gurgel gehen. Ihr großer Traum ist geplatzt, er war gewachsen in den vergangenen zehn Jahren, halb München hat mit ihr gehofft, bis zuletzt. Hotel BISS im Frauenknast ist gestorben. „Wir wissen, dass man im Leben nicht immer gewinnen kann“, formuliert Denninger am Tag nach ihrer Niederlage in einer Pressemitteilung, und macht dann mit einem „Aber“ weiter. Denn einfach so hinnehmen will sie ihre Abfuhr nicht. Jetzt teilt sie aus. Gegen die, die sich christlich und sozial und liberal nennen, gegen die Beamten im Finanzministerium, gegen die Investoren. Hildegard Denninger, diese Frau von 62 Jahren und schmächtiger Gestalt, kann sehr bissig sein. Lesen Sie weiter bei »Bissig«…

Hotel BISS – Initiatoren überbringen CSU-Abgeordneten vor Abstimmung im Haushaltsausschuss Kommentare von über 13.000 Unterstützern der Petition „Rettung für Hotel BISS“

Am Dienstag, den 24. Mai 2011 findet im Haushaltsausschuss im Bayerischen Landtag voraussichtlich die entscheidende Sitzung statt, in der die Abgeordneten den Verkauf des ehemaligen Münchner Frauengefängnisses Am Neudeck an den seit heute bekannten kommerziellen Immobilieninvestor „REC 24 Real Estate AG“ genehmigen sollen.

Heute morgen hat BISS eine dringende Mail an die Abgeordneten des Haushaltsausschusses, den Ministerpräsidenten und den Finanzminister geschickt, in der um Verschiebung der Entscheidung gebeten wird, bis die Zweifel an der Integrität der Bieter ausgeräumt sind, die im BISS-Netzwerk stark vorhanden sind.

Innerhalb kürzester Zeit haben über 13.000 Bürgerinnen und Bürger die Petition zur Rettung von Hotel BISS unterzeichnet, darunter zahlreiche prominente Förderer wie Uschi Glas, FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß und die Sportfreunde Stiller, die sich seit langem für das soziale Projekt stark machen. Auch die evangelische und katholische Landeskirche sowie die bayerischen Wohlfahrtsverbände und Sozialorganisationen erklären sich solidarisch.

Um den CSU-/FDP-Abgeordneten vor der entscheidenden Sitzung im Landtag vor Augen zu führen, was die Menschen im Land sagen, übergeben die Initiatoren von Hotel BISS den CSU-/FDP-Abgeordneten die ausgedruckten Kommentare zum Projekt und zum Vorgehen der Regierungskoalition.

Der Termin ist für Interviews und Fotoaufnahmen geeignet.

Ort und Zeit: Maximilianeum, heute 24. Mai 2011, Saal 3, 14:45 Uhr

Bei Fragen steht Ihnen Hildegard Denninger telefonisch unter 089-33 20 33 zur Verfügung.

Politiker setzen sich für Hotel BISS ein

Politiker setzen sich für Hotel BISS ein

Drei Politiker haben gestern die Petition für Hotel BISS am Stand unterzeichnet: Claudia Stamm (Grüne), Florian Ritter (SPD) und Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler) – hier gemeinsam mit Hildegard Denninger und Karin Lohr von BISS e.V. Vielen Dank für Ihren Einsatz!

»FDP unterstützt Hotel BISS: Landtags-Liberale sehen in Projekt einzigartige Chance.« Das berichtet heute die Süddeutsche Zeitung in ihrem Münchner Teil und dass es in der FDP-Fraktion eine “deutliche Mehrheitsmeinung” pro Hotel BISS gibt. Wir freuen uns, neben den Grünen, der SPD und den Freien Wählern nun auch die FDP an unserer Seite zu haben.

Schauspielerin Uschi Glas unterstützt Hotel BISS

Schauspielerin Uschi Glas und BISS-Geschäftsführerin Hildegard Denninger am BISS-Stand

Schauspielerin Uschi Glas und BISS-Geschäftsführerin Hildegard Denninger am BISS-Stand

Schauspielerin Uschi Glas besuchte am 16.05.2011 den BISS-Stand in der Fußgängerzone.
Sie unterzeichnete unsere Hotel-BISS-Petition und half den BISSlern am Stand.
Wir bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung!

Hotel BISS geht auf die Straße – Initiatoren kämpfen weiter für Projekt und gehen für Hotel BISS auf die Straße

Über Hotel BISS

BISS möchte das ehemalige Münchner Frauen- und Jugendgefängnis Am Neudeck unter Einhaltung des Denkmalschutzes und Erhalt des alten Baumbestandes in ein Hotel der gehobenen Klasse umbauen, um damit 40 jungen Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten eine umfassende, erstklassige Ausbildung zu ermöglichen. Hotel BISS kann zum jetzigen Zeitpunkt vorweisen:

  • die Förderung der Bayerischen Landesstiftung in Höhe von 2,5 Millionen Euro
  • die Förderzusage der Landeshauptstadt München in Höhe von 500.000 Euro
  • über 1,5 Millionen Euro an Spenden
  • über 1,3 Millionen Euro an privaten Darlehen
  • die Zusage der Bank über die Gesamtfinanzierung von 18 Millionen Euro
  • die Unterstützung von zahlreichen Befürwortern aus allen Schichten der Gesellschaft
  • eine positiv beschiedene Bauvoranfrage durch die Landeshauptstadt
  • und eine Empfehlung des Vorhabens durch das Bayerische Sozialministerium
  • über 13.000 Unterschriften unter die Online-Petition „Herr Ministerpräsident Seehofer: Retten Sie Hotel BISS!“

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.hotel-biss.de/facebook, www.biss-magazin.de, www.hotelbiss.de und www.stiftungbiss.de.

BISS-Ausgabe Mai 2011 | Schwerpunkt: Überlebenskunst

Cover der BISS-Ausgabe Mai 2011

Cover der BISS-Ausgabe Mai 2011

Überlebenskunst | Die vielen Leben des Christian Zimmermann: Der BISS-Verkäufer und Stadtführer hat sein Leben gleich mehrfach umgekrempelt | 30 Jahre Abstellgleis: Jürgen Heckel ist Trinker, aber seit 24 Jahren trocken. Noch immer besucht er eine Selbsthilfegruppe | Zwei Scheidungen und ein Glücksfall: Julia Breitfeld weiß, worum es in Beziehungen geht: Geborgenheit, Sicherheit, Lust, Liebe. Sonst nichts | Ende ohne Schrecken: Eva Maria hat Krebs. Zweimal schon sah sie dem Tod ins Gesicht. Und hat dabei die Angst verloren | Aufgeben kommt nicht infrage: Nach sechs Operationen ist Iris Löw halbseitig gelähmt. Doch sie studiert und will als Logopädin arbeiten | Immune Seele: Psychologe Wilfried Griebel über die Fähigkeit, schlimme Erfahrungen gut zu verarbeiten

G’schichten | Schreibwerkstatt: Unsere Verkäufer erzählen | BISS International: Neues von Straßenzeitungen der Schweiz und der Philippinen | Angebissen: Kabarettist Andreas Rebers widmet dem Pollenflug ein Gedicht | Jana und der Lauf der Zeit: Die Kolumne aus der Schreibwerkstatt

Rubriken | Lob & Tadel | BISSchen | Patenuhren | Hotel BISS | Freunde & Gönner | Impressum | Adressen

BISS-Ausgabe April 2011 | Schwerpunkt: Nachbarschaft

Cover der BISS-Ausgabe April 2011

Cover der BISS-Ausgabe April 2011

Nachbarschaft | Und mittendrin die Flüchtlinge: In Berg am Laim wohnen 32 junge Männer aus acht Ländern in einem Heim. Einige Anwohner haben damit ein Problem | Miteinander auskommen: Nachbarn grüßen, Konflikte ansprechen, auch mal nachgeben: die besten Tipps für gute Nachbarschaft | Wir bleiben!: Wie es Mietern, der Stadt und einer Genossenschaft gelang, ein Wohnhaus im Dreimühlenviertel vor dem Verkauf zu retten | Stamperl und Stammgäste: Was treibt Menschen in kleine Kneipen um die Ecke? Wir haben nachgeforscht | Zusammen ist man weniger allein: Freiberufler wollen nicht immer daheim arbeiten. So entstehen Bürogemeinschaften auf Zeit. Sie sollen gegen die Einsamkeit helfen

G’schichten | Schreibwerkstatt: Unsere Verkäufer erzählen | Straßenzeitungen weltweit: Rupert Neudeck baut Schulen im Kongo. Und in Schottland wird eine Straßenzeitungsverkäuferin zur Sängerin | Angebissen: Sven Kemmler will endlich in Schwabing draußen im Café sitzen. Doch statt Flip-Flops zieht er seinen Anorak an | Janas alte Nachbarin: Die Kolumne aus der Schreibwerkstatt

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