
BISS-Verkäufer Bernhard Gutewort
Großspurig behaupte ich immer, Kosmopolit zu sein – wie sollte ich da einen festen Standplatz haben? Mein Arbeitsplatz ist der Mikrokosmos München: von Harlaching bis Schwabing, von Garching bis Gauting, denn ich bin unterwegs in den renommierten Lokalen, den angesagten Kneipen und großen Biergärten wie zum Beispiel im „Unionsbräu“ in Haidhausen und am Nockherberg.
Kosmopolitisch bin ich auch insofern, als ich bei Italienern genauso verkehre wie bei Griechen, Asiaten und Afrikanern, getreu meinem Motto: Es gibt überall solche und solche. In manchen Lokalen gehöre ich schon fast zum Personal und ich würde mir zutrauen einzuspringen, wenn Not am Mann ist. An den Stammtischen wartet man schon auf mich: „Immer noch diese Ausgabe. Hast du nicht mal was Neues? Komm, trink deinen Espresso!“, etwa beim „Alten Wirt“ in Ramersdorf, in der „Harlachinger Einkehr“ sowie in der „Forschungsbrauerei“ und im neu eröffneten „Kastanienhof“ in Perlach.
Aufmunternd finde ich es auch immer, wie freudig ich bei meinem Lieblingsgriechen, im „Kytaro“, begrüßt werde. Den besten Espresso gibt es im „Roma 2000“, die besten österreichischen Spezialitäten im „Dicken Mann“. Weiter geht’s nach Deisenhofen, in die Heimat der Radler-Maß, die „Kugler Alm“, und dann ins „Forsthaus Kasten“. Der Abschluss meiner Tour ist der Biergarten Freiham. Schade, dass ich mich mit den Leuten nicht länger unterhalten kann. Zum Schluss lüfte ich noch ein Geheimnis: Die allerliebste Bedienung gibt’s im „Baumkirchner“. Aber ich liebe euch alle!




