Wer im Rotlichtmilieu arbeitet, muss selbst für später vorsorgen. Viele schaffen das nicht. Das Risiko zu verarmen ist besonders hoch
Sie hat Jura studiert, sie ist glücklich verheiratet, und sie hat vier erwachsene Kinder. „Im Grunde“, sagt sie, „ist das ein Beruf wie jeder andere. Selbstständigkeit ist Selbstständigkeit.“ Die Frau nennt sich „Domimatrix Nana“, Alter: Mitte vierzig, Beruf: Domina. Sie ist so etwas wie der Idealfall in dem Gewerbe. Der Regelfall ist sie nicht. Domimatrix Nana ist eine große, schlanke Frau mit langen schwarzen Haaren, langen roten Fingernägeln und der Gewohnheit, mit Zigarettenspitze zu rauchen. „Ich glaube, dass ich in keinem anderen Beruf glücklich wäre“, sagt sie über ihre Arbeit, von der sie seit Jahrzehnten lebt – und das nicht schlecht. Lesen Sie weiter bei »Im Alter im Abseits«…
Zwei neue Projekte bieten Hilfe an …
… Jugendlichen auf Jobsuche
Jeder zweite Hauptschulabgänger steht nach einem Jahr vor dem Problem, noch keinen Ausbildungsplatz zu haben, so der Bildungsbericht 2008. Schlechtes Abschlusszeugnis, oftmals ziellose Bewerbungen – und der Start ins Berufsleben klappt nicht. „Rund 50 Prozent dieser jungen Menschen wissen gar nicht, was sie wollen, und haben nicht die richtigen Ansprechpartner zu Hause, um sich beraten zu können. Oft sind die Eltern überfordert und selbst arbeitslos“, beschreibt Toni Fischer vom Projekt Joblinge die düstere Lage. Das Projekt wurde von ihm, der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG und der Boston Consulting Group entwickelt. Lesen Sie weiter bei »Man kann etwas tun«…
Für Hans Well von den Biermösl Blosn bedeutet gelebtes Brauchtum weitaus mehr, als nur Volkstänze aufzuführen
Wenn sich Anfang Juli die ersten großen Holzbretter für den Aufbau der Bierzelte auf der Münchner Theresienwiese stapeln, sieht man es schon nahen, das Oktoberfest. Spätestens dann kramen selbst die wenig traditionsverbundenen „Stodterer“ Lederhos’n und Dirndl aus der Speicherkiste, um gewappnet zu sein für das größte bayrische Volkfest.Ansonsten ist im Alltag, vor allem in der Stadt, nicht allzu viel geblieben von den Gepflogenheiten des hiesigen Kulturkreises. Oder wer segnet noch in den Raunächten zwischen Heiligabend und Heiligdreikönige seine vier Wände mit Weihrauch aus, um sich gegen böse Geister zu schützen? Wer isst heutzutage an Gründonnerstag noch die aus zwölf Kräutern gekochte Kräutlsuppe, um im kommenden Jahr Glück zu haben und gesund zu bleiben? Lesen Sie weiter bei »Traditionsbewusst«…