Ungewöhnliche BISS Aktion: Pfandflaschen als Werbemedium – BISS wirbt Flaschensammler als Verkäufer an

Das Münchner Straßenmagazin BISS startete am Donnerstag, den 6.10., mit Unterstützung von Sozialreferentin Brigitte Meier, Charles Schumann, „Sportfreunde Stiller“, Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec eine einzigartige Anwerbeaktion. Weil es zunehmend Menschen in München gibt, die von Armut bedroht sind, sucht BISS aktuell Mitarbeiter, die das monatlich erscheinende Straßenmagazin verkaufen. Es sollen mit der Aktion mehr Bedürftige erfahren, welche Chance eine Anstellung bei BISS bietet.

Klebten Etiketten für die BISS-Kampagne zur Gewinnung neuer Verkäufer: Abt Johannes und Frater Emmanuel von der Abtei St. Bonifaz, die Tatort-Kommissare Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl, der weltberühmte Barkeeper Charles Schumann, Sozialreferentin Brigitte Meier und die Sportfreunde Stiller. Vielen Dank!
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Wettbewerbsfilm zur BISS-Pfandflaschenaktion

Eine Hager Moss Film Produktion / nach einer Idee von DDB Tribal Berlin / Johannes Hicks

„Sie war einfach fällig!“

Für ihr Lebenswerk wurde Hildegard Denninger mit dem Martinsmantel geehrt

Von links nach rechts: Andrea Haagn, Abt Johannes Eckert, Hildegard Denninger, Friedrich Gaffe und Alois Bierl | Foto: Stephanie Dillig

vlnr: Andrea Haagn, Abt Johannes Eckert, Hildegard Denninger, Friedrich Gaffe und Alois Bierl | Foto: Stephanie Dillig

Das katholische Medienhaus Sankt Michaelsbund hat am Freitag, dem 11. November 2011, der BISS-Geschäftsführerin Hildegard Denninger den Martinsmantel verliehen. Mit dem Preis wird jedes Jahr zum Martinstag eine Persönlichkeit geehrt, die sich für das Wohl sozial Benachteiligter und Obdachloser einsetzt. “Der Martinsmantel passt zu BISS wie die Faust aufs Auge”, freute sich Hildegard Denninger sichtlich gerührt über die Auszeichnung, “denn das Fifty-fifty-Prinzip ist das wichtigste Prinzip aller Straßenzeitungen auf der Welt. Wir teilen ja auch unsere Einnahmen mit den Verkäufern, so wie Sankt Martin den Mantel halbiert und dem Armen gegeben hat. Von daher passen wir hervorragend zusammen.” Lesen Sie weiter bei »„Sie war einfach fällig!“«…

Film zur BISS-Pfandflaschenaktion

Eine Hager Moss Film Produktion / nach einer Idee von DDB Tribal Berlin / Johannes Hicks

Gesucht: Geeignetes Objekt

Nachdem die bayerische CSU/FDP-Regierung das alte Gefängnis Am Neudeck nicht an die Stiftung BISS, sondern an einen Immobilienverwerter verkauft hat, können wir das soziale Projekt Hotel BISS, das in einem Vier-Sterne-Hotel erstklassige Ausbildungsplätze für 40 benachteiligte junge Menschen schaffen will, dort nicht verwirklichen. Als letzte Chance zur Realisierung versuchen wir noch, bis Ende des Jahres eine Alternative zu finden.

Wir brauchen ein Gebäude bzw. ein Grundstück innerhalb des Mittleren Rings, auf dem das Hotel mit 50, höchstens 80 Hotelzimmern und ca. 15 altengerechten Wohnungen realisiert werden kann. Es darf nicht kleiner sein, weil wir die Auszubildenden in unterschiedlichen Abteilungen beschäftigen wollen, es darf nicht zu groß sein, weil wir sonst ein „großes Schiff“ bewegen müssten und dabei die Anliegen der Azubis im Tagesgeschäft untergehen könnten. Lesen Sie weiter bei »Gesucht: Geeignetes Objekt«…

Vom Flaschensammler zum Zeitungsverkäufer

Ungewöhnliche Rekrutierungsaktion:
BISS nutzt Pfandflaschen als Stellenanzeige

Pfandflasche als Stellenanzeige

Pfandflasche als Stellenanzeige

BISS hat in München schon häufig mit ungewöhnlichen und kreativen Werbekampagnen für Gesprächsstoff gesorgt. Auch dieses Mal wird das Straßenmagazin BISS mit einer außergewöhnlichen Aktion für Aufsehen sorgen. Das Besondere hierbei: Die aktuelle Kampagne richtet sich nicht nur an potenzielle Leser, sondern besonders an zukünftige BISS-Verkäufer. Denn BISS hat ein Problem: Das bekannte Straßenmagazin sucht neue Verkäufer. Die Art, wie BISS sich auf die Suche macht und potenzielle Mitarbeiter anspricht, ist überraschend. Eigens hierfür wurde ein neues Medium kreiert: Stellenanzeigen auf Pfandflaschen aus Glas.

Der Grund für den Personalmangel: Viele Menschen wissen nicht, dass die Arbeit bei BISS einen dauerhaften Ausweg aus der Armut bieten kann. Und auf diese Chance möchte BISS mit dieser Aktion aufmerksam machen. Das Konzept wurde gemeinsam mit der renommierten Werbeagentur DDB Tribal Berlin entwickelt. BISS wendet sich mit der Aktion ganz gezielt an Menschen, die zwar arm sind, aber ihr Leben aus eigener Kraft gestalten wollen: an Flaschensammler. Genau solche Menschen sucht und braucht BISS – und wird sie auch finden und überzeugen. Sobald ihnen klar wird, dass es eine Arbeit für sie gibt, bei der sie mehr verdienen können und die Chance auf soziale Absicherung haben. Um diese Information an sie heranzutragen, werden Glaspfandflaschen genutzt, und die darauf platzierte Botschaft erreicht direkt ihr Ziel. BISS wird mit seinen Partnern zahlreiche Flaschen in München verteilen und so für die notwendige Verbreitung sorgen.

Aber auch Sie können uns dabei helfen, Teil der Aktion werden und Menschen die Möglichkeit geben, ihre Chance zu ergreifen. Ganz einfach: Versehen Sie Ihre Pfandflaschen aus Glas jeweils mit einem dieser Aufkleber. Stellen Sie die so gekennzeichneten Flaschen dann bitte im Zeitraum vom 7. bis 9. Oktober 2011 an einem Ort ab, der häufig von Flaschensammlern abgeklappert wird. Beispielsweise vor öffentlichen Mülleimern, auf Stromkästen oder an Bushaltestellen. Flaschensammler, die eine (oder mehrere) der BISS-Pfandflaschen gefunden haben, können diese direkt bei BISS in der Metzstraße 29 (Orleansplatz, nahe Ostbahnhof) abgeben und gegen das doppelte Pfandgeld einlösen. Zudem können sie dort auch den ersten Schritt in eine bessere Zukunft machen und sich gleich persönlich über die Einstiegschancen als BISS-Verkäufer informieren.

Wir danken unseren Partnern, die diese Aktion
ermöglichen, von ganzem Herzen.

Idee und Umsetzung:

DDB Tribal Berlin
Neue Schönhauser Str. 3–5
10178 Berlin
Telefon: 030 – 240 84 0
www.ddb-tribal.com

Hager Moss Film GmbH
Rambergstraße 5
80799 München
Telefon: 089 – 206 08 00
www.hager-moss.de
Regieduo Kronck
www.kronck.de

Klosterbrauerei Andechs
Bergstraße 2
82346 Andechs
Telefon: 08152 – 376 -0
www.andechs.de

Hotel BISS: Abschied von Neudeck. Das Grundstück geht an den Höchstbieter. Hotel BISS kann dort nicht verwirklicht werden.

Die CSU-/FDP-Politiker des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags haben am 24.05.2011 mit ihrer Mehrheit entschieden, dass das ehemalige Münchner Frauengefängnis Am Neudeck für 16 Millionen Euro an den kommerziellen Immobilieninvestor „REC 24 Real Estate AG“ verkauft wird.

Wir sind sehr traurig, dass dieses einzigartige soziale Projekt, das eine solide Finanzierung vorweisen konnte und in dem viele Jahre konkrete Arbeit, das Engagement, die Spenden und die Begeisterung so vieler Menschen stecken, ausgerechnet von einer Partei zertreten wurde, die “christlich” und “sozial” in ihrem Namen trägt. Lesen Sie weiter bei »Hotel BISS: Abschied von Neudeck. Das Grundstück geht an den Höchstbieter. Hotel BISS kann dort nicht verwirklicht werden.«…

Über Hotel BISS

BISS plante seit 2004, das ehemalige Münchner Frauen- und Jugendgefängnis Am Neudeck unter Einhaltung des Denkmalschutzes und Erhalt des alten Baumbestandes in ein Hotel der gehobenen Klasse umzubauen, um damit 40 jungen Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten – ohne Inanspruchnahme öffentlicher Gelder – eine umfassende, erstklassige Ausbildung zu ermöglichen. Hotel BISS konnte zum Zeitpunkt, als die bayerische CSU/FDP-Regierung das Grundstück einem kommerziellen Immobilienverwerter verkaufte, folgendes vorweisen:

  • die Förderung der Bayerischen Landesstiftung in Höhe von 2,5 Millionen Euro
  • die Förderzusage der Landeshauptstadt München in Höhe von 500.000 Euro
  • über 1,5 Millionen Euro an Spenden
  • über 1,3 Millionen Euro an privaten Darlehen
  • die Zusage der Bank über die Gesamtfinanzierung von 18 Millionen Euro
  • eine positiv beschiedene Bauvoranfrage durch die Landeshauptstadt
  • und eine Empfehlung des Vorhabens durch das Bayerische Sozialministerium
  • über 15.556 Unterschriften unter die Online-Petition
    „Herr Ministerpräsident Seehofer: Retten Sie Hotel BISS!“
  • die langjährige Unterstützung von Tausenden Befürwortern aus allen Schichten der Gesellschaft

Weitere Informationen finden Sie auch auf www.hotel-biss.de/facebook, www.biss-magazin.de, www.hotelbiss.de und www.stiftungbiss.de.