Wilde Jugend, halb so wild

Als verroht, sprachlos, haltlos beschreibt ein neues Buch die Jugend in Deutschland. Wissenschaftlich gesichert ist das nicht. Und vor lauter krassen Fällen wird übersehen, was die Jugendlichen beim Sex suchen: Zuneigung und Zärtlichkeit

Abwesende oder gewalttätige Väter; sexsüchtige, erziehungsunfähige Mütter, die ihren Töchtern vermitteln, dass ihr Körper ihr wichtigstes Kapital sei; junge Stiefväter, schneller und öfter gewechselt als die Bettwäsche; Pornovideos statt Bilderbücher, Sexspiele statt Hausaufgaben. Das Buch „Deutschlands sexuelle Tragödie – Wenn Kinder nicht mehr lernen, was Liebe ist“ hat eine Diskussion um die sexuelle Verwahrlosung von Kindern und Jugendlichen losgetreten. Lesen Sie weiter bei »Wilde Jugend, halb so wild«…

Im Alter im Abseits

Wer im Rotlichtmilieu arbeitet, muss selbst für später vorsorgen. Viele schaffen das nicht. Das Risiko zu verarmen ist besonders hoch

Sie hat Jura studiert, sie ist glücklich verheiratet, und sie hat vier erwachsene Kinder. „Im Grunde“, sagt sie, „ist das ein Beruf wie jeder andere. Selbstständigkeit ist Selbstständigkeit.“ Die Frau nennt sich „Domimatrix Nana“, Alter: Mitte vierzig, Beruf: Domina. Sie ist so etwas wie der Idealfall in dem Gewerbe. Der Regelfall ist sie nicht. Domimatrix Nana ist eine große, schlanke Frau mit langen schwarzen Haaren, langen roten Fingernägeln und der Gewohnheit, mit Zigarettenspitze zu rauchen. „Ich glaube, dass ich in keinem anderen Beruf glücklich wäre“, sagt sie über ihre Arbeit, von der sie seit Jahrzehnten lebt – und das nicht schlecht. Lesen Sie weiter bei »Im Alter im Abseits«…