Deshalb ist BISS Arbeitgeber geworden. Vetriebsleiter Johannes Denninger im Interview über die Hintergründe der Anstellungsmodalitäten
Herr Denninger, BISS hilft bedürftigen Menschen, sich selbst zu helfen. Wie sieht diese Hilfe konkret aus? Johannes Denninger: Grundsätzlich kann jeder, der arm ist, BISS verkaufen. Das können Menschen sein, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) II oder SGB XII beziehen oder die über eine Rente von weniger als 700 Euro verfügen. Um das zu überprüfen, benötigen wir den entsprechenden Bescheid von der Agentur für Arbeit (Arge). Zwei Drittel der etwa 100 BISS-Verkäuferinnen und -Verkäufer sind zwischen 50 und 75 Jahre als und werden schon aus diesem Grund von den meisten Arbeitgebern abgelehnt; eine Umschulung oder Ausbildung kommt für sie nicht mehr in Betracht. Lesen Sie weiter bei »Integration gelingt or allem durch Festanstellung«…
Hotel BISS – die Idee: Benachteiligte junge Menschen sollen nicht BISS-Verkäufer werden, sondern eine Ausbildung machen
In den vergangenen Jahren haben sich häufiger junge Leute bei BISS vorgestellt, die für sich keine andere Perspektive sahen, als BISS-Verkäufer zu werden. BISS hat sich in diesen Fällen immer bemüht, die Bewerber an andere Einrichtungen zu vermitteln, die weiterführend qualifizieren, weil BISS-Verkaufen für junge Menschen nichts ist. “Die brauchen eine richtige Ausbildung, sie sind schließlich unsere Zukunft”, sagt Hildegard Denninger, und weil sich die Geschäftsführerin von BISS e.V. mit dem Ausbildungsnotstand bei benachteiligten Jugendlichen einfach nicht abfinden mag, arbeitet sie zusammen mit ihrer Freundin Karin und und ihrem Ehemann, dem Sozialpädagogen Johannes Denninger, seit Jahren an einem vielversprechenden Projekt: dem Hotel BISS. Lesen Sie weiter bei »Wohin mit den Jungen?«…