Reich?

Die Wirtschaft boomt, die Zahl der arbeitslosen Menschen ist niedrig, doch manche Jobs bringen nicht genug zum Leben ein

Zwar sind sich die Bayern politisch keineswegs so einig,wie manche Mitbürger aus anderen Bundesländern das vermuten, doch fragt man zurzeit nach der wirtschaftlichen Situation im größten deutschen Bundesland, bestätigen Minister, Oppositionspolitiker, Wirtschaftsvertreter und Gewerkschafter gleichermaßen: Gut schaut’s aus! – generell zumindest. Bayern hat wie Baden-Württemberg mit 4,1 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote in Deutschland*. Das reale Wirtschaftswachstum ist im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent gestiegen – auch damit liegt Bayern, mit Baden- Württemberg und Hamburg, an der Bundesspitze –, die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Relation zur Einwohnerzahl ist die niedrigste in ganz Deutschland. Der Wohlstand Bayerns beruht in erster Linie auf den hochtechnologischen Industrien und dem Dienstleistungsgewerbe. Lesen Sie weiter bei »Reich?«…

Traditionsbewusst

Für Hans Well von den Biermösl Blosn bedeutet gelebtes Brauchtum weitaus mehr, als nur Volkstänze aufzuführen

Wenn sich Anfang Juli die ersten großen Holzbretter für den Aufbau der Bierzelte auf der Münchner Theresienwiese stapeln, sieht man es schon nahen, das Oktoberfest. Spätestens dann kramen selbst die wenig traditionsverbundenen „Stodterer“ Lederhos’n und Dirndl aus der Speicherkiste, um gewappnet zu sein für das größte bayrische Volkfest.Ansonsten ist im Alltag, vor allem in der Stadt, nicht allzu viel geblieben von den Gepflogenheiten des hiesigen Kulturkreises. Oder wer segnet noch in den Raunächten zwischen Heiligabend und Heiligdreikönige seine vier Wände mit Weihrauch aus, um sich gegen böse Geister zu schützen? Wer isst heutzutage an Gründonnerstag noch die aus zwölf Kräutern gekochte Kräutlsuppe, um im kommenden Jahr Glück zu haben und gesund zu bleiben? Lesen Sie weiter bei »Traditionsbewusst«…